FREIE WÄHLER fordern Überarbeitung der Vereinsförderung

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Zuschussgewährung muss aktualisiert werden

 

In der Bergsträßer Presse wurde kürzlich über die erhebliche gesellschaftliche Bedeutung unserer Vereine berichtet. Dieses ehrenamtliche Engagement und seine Bedeutung für unser Zusammenleben kann man nicht oft genug herausstellen. Allerdings sollten auch aktuelle Informationen zu den Vereinen und zu ihrer Unterstützung vorhanden sein.

 

In den vorliegenden Vereinsförderungsrichtlinien des Kreises Bergstraße ist von 1.500 Vereinen und 250.000 Mitgliedern die Rede. Diese Richtlinien der Vereinsförderung des Kreises Bergstraße gelten seit dem 1. Januar 2002. Eine Aktualisierung erfolgte bis offenbar nicht und auch die seinerzeitige Aktualisierung geht anscheinend nur auf die erforderliche Währungsumstellung von Deutsche Mark auf Euro zurück.

 

Den Kreistagsabgeordneten liegen weder Informationen zur Entwicklung der Vereine und ihrer Mitglieder, noch zu vorhandenen vereinseigenen Hallen, Sportanlagen oder Vereinsheimen vor. Zudem mangelt es an einer Übersicht der jährlichen Vereinsförderung. Es liegt weder eine Übersicht zur Förderung von Investitionen, zur Gewährung von Unterhaltszuschüssen oder zur nachhaltigen Entwicklung vor.

 

Den Freien Wählern geht es aber nicht nur um die fehlenden Übersichten. Auch die Förderrichtlinien und die Höhe der Förderung selbst soll überprüft und wo erforderlich auch angepasst werden. Bei der Höhe eines Zuschusses ist zu überlegen, in welchen Verhältnis der Aufwand für die Gewährung der Leistung und der Nutzen für einen Verein, aber auch der Verwaltungsaufwand für den Kreis Bergstraße stehen Als Beispiel für die Überarbeitungsbedürftigkeit der Vereinsförderrichtlinien sei der Pauschalzuschuss für Kleintierzuchtvereine erwähnt. Diese erhalten für die Ausrichtung einer Tierschau auf Antrag einen Zuschuss in Höhe von 26,00 Euro. Dieser Betrag steht in krassem Missverhältnis zu dem den Vereinen entstehenden Aufwand und ist nicht haltbar.

 

Bei den Unterhaltungskostenzuschüssen für vereinseigene Sporthallen ist zu überlegen, ob 4,- Euro pro qm jährlich ausreichen, um dem enormen Engagement für den Betrieb und die Instandhaltung/Wartung einer eigenen Halle gerecht zu werden. Schlussendlich geht es den Freien Wählern auch um den Ablauf der Zuschussgewährung. Ist eine Direktauszahlung an den Verein nicht schneller und sinnvoller als eine Weitergabe der Zuschüsse an dessen Dachorganisation, z.B. an den Sängerkreis?

 

Bei der Kreistagsitzung am 11. September wurde der Antrag der Freien Wähler zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. Wir werden berichten!

 

FREIE WÄHLER Kreis Bergstraße

Walter Öhlenschläger

 

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